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Priv. Doz. Dr. med. Christoph Klingmann

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Schnarchtherapie

von Priv. Doz. Dr. med. Ch. Klingmann

 
 

Schnarchen ist nicht krankhaft. Ob dem Scharchen jedoch ein Schlafapnoe Syndrom (SAS) zugrunde liegt, sollte HNO-ärztlich abgeklärt werden - Dieser Artikel stellt Grundlagen - und die schmerzfreie Untersuchung und Therapie vor.

Definition
Das Schnarchen (med. Rhonchopathie) ist ein weit verbreitetes Phänomen, das große Teile der Bevölkerung betrifft. Ca. 52% der Frauen sowie 64% der Männer Schnarchen gelegentlich. Ständiges Schnarchen betrifft 19% der Gesamtbevölkerung. Das Schnarchen ist durch eine Verengung der oberen Atemwege verursacht, wodurch es zu lauten Atemgeräuschen während des Schlafens kommt.
 
Schnarchen ist nicht krankhaft - der Leidensdruck besteht eher beim Lebenspartner
Schnarchen ist nicht krankhaft
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Schnarchen ist nicht krankhaft

Schnarchen ist nicht krankhaft und führt in der Regel zu keiner Beeinträchtigung des Patienten, sondern der Leidensdruck besteht eher beim Lebenspartner. Der Patient selbst erfährt erst einen Leidensdruck, wenn das Schnarchen zu Beziehungskonflikten führt.
 
Führt das Schnarchen zu Schlafstörungen (Insomnie) zum Beispiel durch nächtliches Aufwachen, Pulsrasen in der Nacht, Atemnot, unerholsamen Schlaf, Schlafwandeln und anderen gestörten Schlafformen, spricht man nicht mehr vom primären Schnarchen und es sollte eine ausführliche Untersuchung erfolgen, um die Ursache der Schlafstörung festzustellen.
 
Es gibt verschiedene Ursachen, die die Wahrscheinlichkeit des Schnarchens erhöhen. Übergewicht ist ein maßgeblicher Faktor, da die Einlagerung von Fettgewebe nicht nur im Bereich des Bauches oder der Hüfte erfolgt, sondern auch im Bereich des Rachens vorkommt und somit die Atemwege verengt.
 
Weitere anatomische Besonderheiten im Bereich der oberen Luftwege können vergrößerte Gaumenmandeln (Tonsillenhyperplasie) oder vergrößerte Rachenmandeln (im Volksmund Polypen- medizinisch korrekt: adenoide Hyperplasie) sein, eine Vergrößerung des Zungengrundes (Zungengrundhyperplasie), aber auch Veränderungen in der Nase wie vergrößerte Nasenmuscheln (Nasenmuschelhypertrophie) oder Verkrümmungen der Nasenscheidewand (Nasenseptumdeviation). Seltenere Ursachen sind Veränderungen im Bereich des Kehlkopfes oder auch des Unterkiefers mit Verengungen der Atemwege.
 

Schlafapnoe Syndrom

Kommt es nicht nur zu Schnarchgeräuschen, sondern die Atemwege werden soweit verengt, dass die Luftzufuhr in die Lunge beeinträchtigt ist, spricht man von einem Schlafapnoe Syndrom (SAS). Ein Solches ist als krankhaft zu werten.
 
Ob ein primäres Schnarchen vorliegt oder ein Schlafapnoe Syndrom sollte HNO ärztlich abgeklärt werden. Hinweise auf ein Schlafapnoe Syndrom können ein wiederholtes Aufwachen in der Nacht sein, ausgeprägte Tagemüdigkeit mit einer Einschlafneigung z.B. im Wartezimmer, vor dem Fernseher oder in der Mittagspause oder aber der Partner beobachtet nächtliche Atemaussetzer. Morgendliche Mundtrockenheit, nächtliches Schwitzen, Kopfschmerzen, Aufwachen mit Atemnot, Gedächtnisstörungen, Potenzstörungen, depressive Verstimmungen und Einnässen in der Nacht (Nykturie- vor allem bei Kindern ein Thema) sind weitere Hinweise auf ein obstruktives Schlafapnoe Syndrom und sollten unbedingt fachärztlich untersucht werden.
Diagnostik
Die Untersuchung bei schnarchenden Patienten umfasst zunächst eine ausführliche Befragung sowie die Anwendung von standarisierten Fragebögen, um das Maß der Schlafstörung abzuschätzen. Weiter sollte eine HNO ärztliche Untersuchung erfolgen, die Engstellen im Bereich der oberen Atemwege feststellen kann. Diese umfasst die genaue Endoskopie (Spiegelung mit Staboptik oder flexibler Optik) der Nasenhaupthöhle, des Nasenrachens sowie der Mundhöhle und des Kehlkopfes. Eine solche Untersuchung lässt sich völlig schmerzlos durchführen und gibt einen deutlichen Hinweis auf die Lokalisation des Schnarchens. Zur genauen Analyse des Schnarchens bzw. zum Ausschluss eines Schlafapnoe Syndroms sollte ein sogenanntes Schnarchscreening erfolgen. Hierbei handelt es sich um eine ambulante Untersuchung, bei der ein kleines Gerät mit nach Hause genommen und während der Nacht getragen wird. Durch dieses Gerät wird das Schnarchen, sowie die Atembewegungen des Brustkorbes und des Bauches sowie die Sauerstoffsättigung und die Pulsrate gemessen und in Relation zur Schlaflage dokumentiert. Der gesamte Schlaf kann somit analysiert werden und das Maß des Schnarchens bzw. der Schweregrad des Schlafapnoe Syndrom abgeschätzt werden. Zeigt sich bei dieser Screeninguntersuchung (kardiorespiratorische Polygraphie) das Vorliegen eines Schlafapnoe Syndroms erfolgt eine weitere Untersuchung in einem Schlaflabor, bei der auch die Hirnströme abgeleitet werden und weitere Kreislaufparameter sowie eine nächtliche Videoüberwachung erfolgt. Im Schlaflabor ist unter anderem die Analyse der Schlafstadien möglich, was bei einer Screeninguntersuchung noch nicht der Fall ist.
Therapie
Hat die Untersuchung ergeben, dass es sich um ein rein primäres Schnarchen ohne Einfluss auf den Schlafzyklus handelt, so ist grundsätzlich keine Therapie notwendig, da Schnarchen ein harmloses Geräuschphänomen ist. Ist jedoch der Wunsch nach einer Beseitigung des Schnarchens vorhanden, da das Schnarchen natürlich die Lebensqualität des Betroffenen oder des Partners einschränken kann (man denke nur an die Streitigkeiten wegen des Schnarchens oder auch der Frust, der durch das Wecken in der Nacht entsteht), so gibt es verschiedene Therapiemöglichkeiten.
 

Verschiedene Therapiemöglichkeiten

Chancen
Die Therapie hat die Erweiterung der Atemwege und die Reduzierung des negativen Atemdrucks in der Lunge zum Ziel. Liegt beispielsweise eine Verengung der Nase vor, so muss in der Lunge ein höherer Unterdruck aufgebaut werden, um die Atmung zu ermöglichen. Dieser höhere Unterdruck (physikalisch korrekt wäre natürlich ein niedrigerer absoluter Druck) hat wiederum zur Folge, dass sich der Rachen an den relevanten Stellen verengt oder sogar kollabiert.
 
Eine vielversprechende Methode zur Beseitigung des Schnarchens ist unter anderem die Anwendung von Zahnschienen, die den Unterkiefer nach vorne schieben und somit die Atemwege erweitern. Hierdurch kann das Schnarchen in vielen Fällen beseitigt werden und es ist keine weitere Therapie notwendig. Allerdings ist es hierfür notwendig, dass die Schiene jede Nacht getragen wird. Die Beseitigung von Atemwegsverengungen im Bereich der Nase oder des Rachens, wie auch eine Erweiterung der Atemwege durch Teilentfernung des Gaumensegels, eine Versteifung des Gaumensegels, so dass es nicht mehr so leicht kollabiert oder auch Verkleinerungen des Zungengrundes stellen die operative Säulen der Schnarchtherapie dar. Die Chancen für eine Verbesserung des Schnarchens sind sehr hoch, häufig gelingt eine komplette Beseitigung des Schnarchens. Es sind ambulante einfache operative Maßnahmen denkbar, aber auch größere Eingriffe, die in Vollnarkose erfolgen müssen. Bei sämtlichen Eingriffen handelt es sich um Routine Eingriffe in der Hand des erfahren HNO-Chirurgen. Durch meine Zusatzbezeichnung „Spezielle HNO-Chirurgie“ bin ich im besonderen Maße zur Durchführung dieser Eingriffe befähigt.
 
 
 

Das kann ich für Sie tun

Portrait Priv. Doz. Dr. Klingmann

Wie können wir Ihr Schnarchen reduzieren oder beseitigen? Liegt ein reines Schnarchen vor, so handelt es sich nicht um eine Kassenleistung. Bei Vorliegen eines Schlafapnoesyndroms übernimmt Ihre Krankenkasse die Behandlung.

Ich arbeite seit mehr als 10 Jahren in diesem Teilbereich der HNO und stehe Ihnen persönlich zur Verfügung. Ich berate Sie sehr gerne.

 
Terminvereinbarung   +49 89 290 45 85 Priv. Doz. Dr. med. Christoph Klingmann
 

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